Zutatenliste:
Möhren, 3 Stück
Mango 1-2
Gambas
Kokosmilch 1 Liter
Chillischote
Ingwer
Frühlingszwiebel, Knobi, Salz, Curry, Zitrone
Nagelfeile
Tempotaschentücher
Wer hat die Kokosnuss geklaut? Keine Kokosmilch im Haus also los. Go Walla Go.
Die Twitteria wurde dann auf der Fahrradbrücke in Kenntnis gesetzt, dass ich auf dem Weg in’s Städtle bin. Um meine Spuren zu verwischen habe ich im Schoggiladen eingeloggt und nicht beim Asia Food Markt in der Paradiesstraße.
Ja, in Konstanz gibt es in der Altstadt die Paradiesstraße und einen Stadtteil Namens Paradies haben wir auch. Eine Idylle ist das hier.
Los gehts, die Möhren schälen und klein würfeln,
ebenso den Ingwer,
Chillischote und Frühlingszwiebel klein würfeln
Konobi schälen
Jetzt den abgeschnittenen Fingernagel, der Nagelrest könnte beim Ingwer liegen, mit der Feile glatt feilen. Gibt nur Laufmaschen in den Strümpfen.
Etwas Öl in den Topf und das Gemüse darin leicht anschmoren, etwas Salz und Curry drüber streuen und mit ca 0,5 l Kokosmilch aufgießen.
Die Mango – OMG – es ist keine Indische.
Hoffentlich merkt @Pupamasala das nicht
schälen und würfeln, rein in den Topf damit.
Schnell das Messer abwaschen, Foto für @der_sprachlose machen, und Drohungstweet absetzen.
Bei der Mangoauswahl nicht einfach in den Supermarkt gehen und die aus Südamerika kaufen, dann gibt es Ärger mit dem Mango-Spezialisten in Ahmedabad, das ist eine Großstadt im Bundesstaat Gujarat und liegt im Westen Indiens.
Über 1000 Mangosorten soll es in Indien geben, sagt @pupamasala und der kennt sich aus mit Mangos und so und er hat sie sich schon mit Russinnen am Strand von Goa geteilt. So soll es gewesen sein. Oder ähnlich.
Die Oma in Indien ist übrigens die Infoquelle, sie sprudelt reichlich: Die Mango stärkt das Herz, auch bei Liebeskummer und sie soll einen positiven Effekt auf das Gehirn ausüben.
Dies hört dann aber bei der Hirnrinde auf, so zu sehen auf dem aktuellen Ava des Herren @pupamasala.
Weiter gehts am Herd, vor lauter Twitter um Handtaschen und Reisen nach Dubai zu @ChrisTheisen mit @Ichhebgleichab, Kochlöffel schwingen und die Knofizehe wieder rausangeln.
Alles sämig pürieren, mit den Gewürzen abschmecken und dann kommen sie,
die Tränen, denn der Ingwer ist schwarf und die Chilli noch schärfer.
Die Tränen kommen sofort, Feuer speiend die Gambas in die Suppe geben aber erst mit den Tempotaschentüchern die Tränen von den Augen wischen, weg mit den Fingern.
Aua, zu spät, das brennt wie der schärfste Madras Curry – auch wenn das ein anderer Bundesstaat ist, etwas ziehen lassen und ab in die Suppenschüssel, dekorieren und verzieren.
Alles geht auch ohne Gambas, dann Mangowürfel zusätzlich und kurz vor dem Servieren in die Suppe geben.
Die übriggebliebene Kokosmilch wird zur Pina Colada verarbeitet. Aber das ist ein anderer Follower.
Schmecken lassen.
#Jawoll!!

Das Rezept wurde hier ausführlich diskutiert. So oder ähnlich:
Die Oma ist im Grunde einverstanden, will nur die Gambas nicht, weil Vegetarierin, also mehr Mango. Am besten Alphonso. Die mag sie am liebsten.
Der Opa nickt. Einverstanden.
Der Bruder hat’s nicht so mit Früchten und möchte die Mango gerne gegen Huhn tauschen. Die Gambas auch, weil mit Meeresfrüchten hat er’s auch nicht so.
Der Schwiegerpapa will unbedingt Mashed Potatoes dazu. Warum auch immer. Soll er haben.
Töchterchen lutscht voller Wonne an einem Mangokern.
Die Schwiegermama hat sich mit ihren Schwestern über die Pina Colada hergemacht und ist an der Suppe leider nur noch teilweise interessiert. Ob denn noch mehr Kokosmilch über sei.
Meine Liebste will wissen ob Gambas und Tiger Prawns das gleiche sind. Google sagt ja. Alles klar.
Töchterchen lutscht weiter an ihrem Mangokern.
Kurzes Telefonat mit der Schwägerin. Der Schwager hat da frischen Lobster auf dem Fischmarkt gesehen. Ob das auch noch Gambas seien. Der Pomfret sei auch gut. Was nicht in die Suppe kommt, kommt in den Tandoor.
Der Onkel aus Kerala besteht auf frisch gepresstes Kokosöl. Was fast eskaliert, da die Oma unbedingt Ghee nehmen möchte.
Der Schwiegerpapa fängt an aufzulisten, was man noch so alles mit Mashed Potatoes essen könnte. Gebratene Leber nennt er zweimal.
Töchterchen lutscht.
Ich finds klasse und werde es, sobald die Mangosaison begonnen hat selbst ausprobieren.
Wahrscheinlich alleine.
Taschentücher brauchte ich auch noch am nächsten Morgen. Der Kommentar wanderte vom Subkontinent an den Seerhein und ich habe Tränen gelacht. Der Gatte übrigens auch.
@pupamasala, dein Kommentar ist so bunt wie Holi, das Farbenbest in Rajastan. Aber das ist wieder ein anderer Bundesstaat….
Und du bist ein sehr würdiger Follower für mein Projekt #ikmf
#Jawoll!!