Zutatenliste:
Hasenrückenfilet
Prinzessbohnen
Speckstreifen,
Kartoffeln, Karotten,
Zwiebel, Knobi,
Rotwein, Sahne,
Käse, 2 Eier,
die üblichen Gewürzverdächtigen
ER ist an allem schuld, so kann ich das getrost sagen. @ChrisTheisen brachte mich auf die Idee, dieses sonderbare #Followerkochen.
Dieser Kerl, der seine mannigfaltigen Spitznamen in Reich der Lagomorpha findet. Ich als Seglerin bin da ja ganz affin, wurden die Hoppler doch schon vor Jahrhunderten von den Seefahrern der Armada und anderer unwichtigeren Flotten als lebenden Proviant an Bord genommen.
Ja und so kam das, dass der Mann mit dem mediterranen Teint, der Twitteria auch als @ichhebgleichab‘s Iron-Hasi und mein Löffelchen bekannt, er soll auch auf den Namen Blechhopser hören, (wobei ich Blechgeschäpper in meiner TL noch nicht vernommen habe), auf die Liste der zu kochenden Follower ge-form-springt, äh, gehoppelt ist.
Der Tag fing ja schon mal gut an, Justizia rief nach mir und ich folgte ihrem Ruf. Das war praktisch, denn der Markt ist gleich um die Ecke – mehr oder weniger.
Auf dem Markt gab es nur leider das Tier nicht, dass mir schon die Nacht zuvor durch die Träume hoppelte.
Ich wollte unbedingt so einen süßen Mümmelmann, ohne Fell, kochfertig sozusagen.
Also das alte Spiel Go Walla Go und schnell einchecken am Augustinerplatz.
Der Feinkostzipp, hier auch Perfetto oder ähnlich genannt, hat die Mümmelmänner bestimmt. Dachte ich so, aber es gab nur den Rücken – im Filet – und das gleich zweimal.
Also schnell mitgenommen, nein, wo denkt ihr hin – ich habe bezahlt und zwar an der Kasse und mich dann Go Walla Go technisch auf den Heimweg gemacht.
Der Schnee wurde in der Fußgängerzone schon langsam zu Matsch, erst im Park kam die Freude über den knirschen Pulver unter den Schuhsohlen wieder. Schnell noch ein Foto für @pupamasala nach Indien schicken, der hat ja keinen Schnee, nur Sonne und momentan noch nicht mal Mangos.
Und jetzt:
2 Hasenrückenfilets
Salz, Pfeffer, Knobi, Rotwein, Sahne, Wildgewürz vom Wochenmarkt, kleine Zwiebelchen, Karotte, Sellerie,
die Filets mit den Gewürzen einreiben, kleingeschmipseltes Gemüse dazu und über Nacht wirken lassen.
Nun ist reichlich Zeit zum Privatisieren oder so. Es empfiehlt sich auch dem @ChrisTheisen eine liebe DM zu schicken, dem Löffelchen.
Wenn ihr keine Lust auf lange Vorspiele habt, dann braucht ihr das zarte Stückchen nicht einlegen. Ihr könnt “Am nächsten Tag” anfangen.
Am nächsten Tag:
Filet abtrocknen und von allen Seiten im Bräter anbraten
Der Wein, der ja schon gestern für die Marinade geöffnet wurde, muss getestet werden. Los, Glas raus und einen Schluck einschenken. Probieren. Wenn er noch gut ist, einen ordentlichen Schuss zum Fleisch geben. Den Rest selber trinken.
Derweil die Beilagen vorberreiten.
Prizessbohnen, Speckscheiben, Kartoffeln, Möhren, 2 Eier, Sahne und die üblichen Gewürzverdächtigen
Prinzessbohnen im Dampfgarer blanchieren, danach Speckmantel drumherum wickeln und in der Pfanne leicht anbraten, nach Gusto würzen.
Kartoffel und Karotten schälen und alles in Fächerform in Auflaufform füllen.
Sahne, Ei, Salz, Paprika, Rosmarin, Muskat mixen und darüber, geriebener Käse obendrauf und ab unter den Grill. (Backofen 200° ca. 30 Min.)
Hey, hey, die Twitteria wird nun mal zur Seite gelegt – das geht nicht. So ein edler Hasi-Rücken, der bedarf schon ein wenig intensiverer Zuwendung. Und das nicht nur mit Sonnencreme am Pool in Dubai, nein auch im Bräter am heimischen Herd! Da die Zeit zu knapp ist, der Flug nach Dubai dauert immerhin gute 6 Stunden, nun intensiv an @ChrisTheisen denken und hoffen, dass kein noch so klizekleines Wölchen in den VAE seine Laune trübt oder seinen Schatten schwinden läßt – oder so ähnlich.
Der Rücken wird nun sanft aus dem Bräter gehoben und schön warm gehalten, Finger weg vom iPhone, jetzt muss es auch mal ohne Twitter gehen! Alle Aufmerksamkeit auf den Hoppler, bitteschön.
Den Saft im Bräter nach Bedarf mit Gemüsebrühe, Sahne, Rotwein aufgießen und aufkochen lassen. Das Gemüse, wenn gewünscht pürieren oder raus damit und den Inhalt reduzieren lassen.
Den Iron-Hasi-Rücken, der inzwischen so zart ist, wie die Köchin sich das nur erträumen kann, ja letzte Nacht …. – hey Aufwachen und nicht träumen und Finger weg von der Twitteria.
Ob der @ChrisTheisen den Rücken liebevoll eingecremt bekommt, im heißen Dubai? Er soll ja nicht verbrennen, dann schmeckt er nicht mehr, das Löffelchen.
Also das gute Stück nun in kleine Steaks schneiden und sanft plazieren, – auf vorgewärmte Teller, der Hase darf sich nicht erschrecken, er ist angenehme Temperaturen gewohnt – mit den Bohnen im Speckmantel, dem Pomme Gratin servieren und etwas Soße servieren.
Schmecken lassen.
#Jawoll!!

Applaus!
…. köstlich!
… und immer dran denken, Finger weg vom iPhone
Wirklich wunderbar, wie Du das Rezept und Iron-Hasi in Dubai verquickt hast! Und Hunger hab ich jetzt auch schon wieder…
Klasse! So in etwa mach ich Hasi-Rücken auch! Und toll geschrieben!